Kampf dem Gebrauchtmarkt – Langsam wird es lächerlich
Posted: November 13, 2008 at 10:52 amDer Second-Hand-Markt ist der Feind der Spiele-Industrie, dieser Ansicht ist Epic-Chef Dr. Michael Capps. Er ließ tief in die schon dunkelschwarzen Abgründe der Spieleindustrie blicken und zeigte, wie man den ehrlichen Spieler vergraulen kann. Das Rezept heißt" Freischaltcodes". Dabei sind nicht die üblichen CD-Keys und Online-Aktivierungen gemeint, mit denen sich die Gamer schon rumärgern müssen. Nein, die Idee des Herrn Doktor geht dahin, dass man doch vor dem Endgegner einen Freischaltcode abfragen könnte. Der Erstbesitzer hätte diesen Code in der Packung liegen und dieser würde sich einmal verwenden lassen. Der Second-Hand-Käufer müsste einen neuen Code käuflich erwerben.
Ob da in den oberen Etagen schon einmal jemand auf die Idee gekommen ist, dass man das Spiel vielleicht auch mehrmals durchspielen will? Gut verständlich, dass die nicht an sowas denken, denn die Spiel sollen keinen Mehrwert haben, sondern schnell durchgespielt werden, damit man sich nächste Woche wieder ein neues kauft. Deshalb werden den Spielern keine Mehrwerte mehr geliefert. Früher ging das aber seltsamerweise, oder wer hing nicht monatelang vor "Dune2", "Leisure Suite Larry" und "UFO"?
Mit den "Freischaltcodes" bekommt "DRM" einfach nur ein ungeliebtes Geschwisterchen. Diese Entwicklung geht in die komplett falsche Richtung und das wird die Spieleindustrie hoffentlich auch irgendwann zu spüren bekommen.